Bundesregierung, Bagdad, BND
Über das Mitwirken von BND-Agenten in Bagdad während des letzten Irak-Krieges wurde in den vergangenen Tagen viel geschrieben und berichtet. Ob überhaupt und wenn ja, in welchem Maße die Informationen, die der Süddeutschen Zeitung und dem Fernsehmagazin Panorama vorliegen, der Wahrheit entsprechen, wird sich hoffentlich irgendwann zeigen. Spanned ist jedoch, was ein solcher Einsatz an sich überhaupt für ein Licht auf die deutsche Außen- und Sicherheitspolitik und ihre Darstellung und Wahrnehmung nach innen wirft.
Ulrich Speck von der Zeit analysiert in einem Beitrag auf Kosmoblog die Situation und stellt dabei unter anderem fest:
Im Klartext: Für das außen- und sicherheitspolitische Handeln Deutschlands gibt es nur sehr wenig Verständnis und Rückhalt in der deutschen Öffentlichkeit. Weswegen man es allgemein vorzieht, darüber zu schweigen. Das sich das deutsche Elite-Kommando KSK am Hindukusch im Kampfeinsatz befindet, dass deutsche Soldaten weltweit eingesetzt werden und dabei nicht immer nur als lächelnde Aufbauhelfer agieren, dass Deutschland de facto Mit-Besatzungmacht in Afghanistan wie auf dem Balkan ist, wird in der deutschen Öffentlichkeit kaum wahrgenommen. Man könnte auch sagen, es wird ausgeblendet. Es passt einfach nicht in das Bild.
Ein sehr lesenswerter Artikel.
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