Demonstranten
Pia macht in einem Beitrag ihrem Ärger Luft über Demonstranten auf der Kölner Domplatte, die mit einfachen Parolen Stimmung gegen die Bundeswehr machen. Anlaß war ein Soldatengottesdienst im Dom.
Pia, ich kann Dir nur zustimmen, und zwar unabhängig von meiner eigenen Meinung zur Bundeswehr. Und im übrigen eigentlich auch unabhängig von dem Thema Bundeswehr an sich. Denn auch solche selbsternannten Weltverbesserer trifft man ja in den Fußgängerzonen und vor den Einkaufszentren der Republik immer wieder, ob zum Thema Tierschutz, Atomkraft, Naturschutz oder Globalisierung. Auch wenn ich für das eine oder andere Anliegen sicher Sympathie hege, nervt doch die Art der Ansprache, der Aufmachung oder der einfach nur dumm pauschalisierenden Einstellung zu oft, um mich wirklich interessieren zu können. Das tut mir dann leid für die wenigen, die sich wirklich ernsthaft mit einem Thema auseinandersetzen, sich informieren, eine differenzierte Meinung anbieten. Die anderen haben mich verdorben, ich bleibe meist nicht stehen.
Um noch einmal auf die Bundeswehr zurückzukommen: ich habe den Wehrdienst verweigert, weil ich für mich entschieden habe, nicht zur Bundeswehr gehen zu können, wirklich aus Gewissensgründen. Das war noch zu einer Zeit, als man dazu in einer umfangreiche Erklärung seine Gewissenskonflikte darlegen mußte. Und bei der Musterung dann zu hören bekam, es sei ja “eine Schande”, daß man verweigere. Daß ich mit dem Zivildienst einen anderen Beitrag für die Gesellschaft leisten wollte, war egal.
Ich respektiere andererseits aber jeden, der für sich die Entscheidung trifft, seinen Wehrdienst abzuleisten oder auch eine berufliche Karriere bei der Bundeswehr anzustreben. Denn ich halte sie für wichtig für Deutschland, aus den verschiedensten Gründen. Sie leistet humanitäre Hilfe, hier bei uns wie auch anderswo auf der Welt, sie sichert Friedensabkommen ab, und sie verteidigt uns hoffentlich auch, wenn irgendjemand meinen sollte, uns angreifen zu müssen. Was mich aber nicht daran hindert, mich kritisch mit ihr auseinander zu setzen.
Und Respekt für Deine Courage, ihm Deine Meinung so deutlich entgegen zu schleudern. Vielleicht denkt er ja mal drüber nach.









