Zehnmal Web 2.0

kaoz // 02.02.2006 @ 23:04 // abgelegt in medien, meinungen

Ich muß ja sagen, ich mag diesen ganzen Hype um Web 2.0 nicht. Wo ein Hype entsteht, platzt meist auch irgendwann eine Blase. Aber das heißt ja nicht, daß unter diesem Label nicht trotzdem einige interessante, spannende Dinge passieren. Wenn man mal von den verwendeten Techniken absieht, was zeichnet denn dann Webanwendungen aus, die man gemeinhin in diese Kategorie einordnet?

Dion Hichcliffe hat dazu in einem lesenswerten Beitrag zehn Merkmale zusammengestellt, die erfüllt sein sollten, um ein Web 2.0-Projekt erfolgreich zu machen.

Hier ein paar Auszüge:

  • Encourage Social Contributions With Individual Benefit. Benutzer sollten auch einen individuellen Vorteil daraus ziehen können, wenn sie etwas zur Gemeinschaft beitragen.

  • Make Content Editable Whenever Possible. Alle gemeinsam wissen mehr als einer alleine. Wer selbst etwas beitragen kann, hat eine andere Beziehung zu den Inhalten der Seite und fühlt sich mehr damit verbunden.

  • Provide Continuous, Interactive User Experiences. Interaktivität ist Trumpf, das seitenbasierte Web mit ständigen Reloads dagegen nicht mehr zeitgemäß. Dynamisches Nachladen, automatischer Update einzener Inhalte, Autocomplete in Eingabefeldern… Erfolgreiche Webanwendungen erinnern heute in ihrem Reaktionsverhalten mehr und mehr an Desktopanwendungen.

  • Reuse Other Services Aggressively. Das Rad muß nicht immer neu erfunden werden, stattdessen sollten andere Dienste in das Projekt eingebunden werden. Ein prominentes Beispiel dazu sind die vielen Google Maps Mashups.

  • Build Small Pieces, Loosely Joined. Entwickle kleine, in ihrer Funkionalität klar eingegrenzte Bausteine, die genau eine Aufgabe erfüllen. Wenn sie funktionieren, dann verwirkliche die nächste Idee, und stelle sie ebenfalls zur Verfügung. Die Anwendung sollte langsam wachsen, in ihren Bestandteilen so unabhängig voneinander wie nur möglich.

Auch in diesem Artikel klingt der Hype natürlich durch, aber das ändert nichts daran, daß die Punkte entweder als Analyse existierender Web 2.0-Sites hilfreich sind oder eben wirklich Anregungen für neue Projekte geben können.

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