Heiraten ohne Bäcker-Papa
Heiner Kamps war bisher eigentlich eher weniger für seine Sensibilität bekannt. Der frühere Inhaber der gleichnamigen Bäckereikette galt eher als harter Geschäftsmann, dem eine hemdsärmelige nicht uneigen war.
Jetzt heiratet sein Sohn Sebastian, und das ziemlich öffentlich, denn der Fernsehsender Pro7 begleitet schon seit Wochen die Vorbereitung zur Feier in der Sendung “Gülcans Traumhochzeit”. Papa findet das ganze Spektakel “unerträglich und peinlich” und hat nun beschlossen, dem ganzen Spektakel in Travemünde lieber fernzubleiben, wie die BamS meldet. Seine Ex-Frau Petra kann das gar nicht verstehen, was allerdings nicht weiter verwundert. Auf allzu großen Weitblick deutet ihr Mitmachen in der Sendung ja auch nicht hin.
Respekt, Herr Kamps.
[ via loovt ]
Verunglückt
Während der Deutschen Vielseitigkeits-Meisterschaften in Schenefeld verunglückte heute Tina Richter-Vietor tödlich. Sie stürzte am zweiten Geländehindernis bei einer 2-Sterne-Vielseitigkeit im Rahmenprogramm der Meisterschaft und verstarb noch am Unfallort. Die 32-jährige Reiterin zählte in Deutschland zu den erfahrensten Vielseitigkeitsreiterinnen und hatte in der Vergangenheit mehrere Medallien bei Europameisterschaften errungen.
Die Deutschen Meisterschaften wurden auf Wunsch der Reiter abgebrochen und annuliert.
Resistance is futile
... you will be assimiliated…
Die ARD hat den Nachfolger von Karl Moik als Moderator des Musikantenstadls präsentiert, es ist ein Borg! Okay, Andy Borg…
Ruhe in Frieden
Johannes Rau (* 16. Januar 1931 – † 27. Januar 2006)
“Im Angesicht des Volkes Israel verneige ich mich in Demut vor den Ermordeten, die keine Gräber haben, an denen ich sie um Vergebung bitten könnte. Ich bitte um Vergebung für das, was Deutsche getan haben, für mich und meine Generation, um unserer Kinder und Kindeskinder willen, deren Zukunft ich an der Seite der Kinder Israels sehen möchte.”— Johannes Rau, Februar 2000, vor der Knesset
R.I.P.
Wilson Pickett (1941 – 2006)
Tokio Kinderheim

Da hat die Blogerette ein Posting gefunden, das Fotos aus der in Anbetracht des Alters der Jungs wohl noch nicht allzu fernen Vergangenheit von Bill und Tom zeigt (ja, richtig, es geht um Tokio Hotel…). Sehr lustig.
Demonstranten
Pia macht in einem Beitrag ihrem Ärger Luft über Demonstranten auf der Kölner Domplatte, die mit einfachen Parolen Stimmung gegen die Bundeswehr machen. Anlaß war ein Soldatengottesdienst im Dom.
Pia, ich kann Dir nur zustimmen, und zwar unabhängig von meiner eigenen Meinung zur Bundeswehr. Und im übrigen eigentlich auch unabhängig von dem Thema Bundeswehr an sich. Denn auch solche selbsternannten Weltverbesserer trifft man ja in den Fußgängerzonen und vor den Einkaufszentren der Republik immer wieder, ob zum Thema Tierschutz, Atomkraft, Naturschutz oder Globalisierung. Auch wenn ich für das eine oder andere Anliegen sicher Sympathie hege, nervt doch die Art der Ansprache, der Aufmachung oder der einfach nur dumm pauschalisierenden Einstellung zu oft, um mich wirklich interessieren zu können. Das tut mir dann leid für die wenigen, die sich wirklich ernsthaft mit einem Thema auseinandersetzen, sich informieren, eine differenzierte Meinung anbieten. Die anderen haben mich verdorben, ich bleibe meist nicht stehen.
Um noch einmal auf die Bundeswehr zurückzukommen: ich habe den Wehrdienst verweigert, weil ich für mich entschieden habe, nicht zur Bundeswehr gehen zu können, wirklich aus Gewissensgründen. Das war noch zu einer Zeit, als man dazu in einer umfangreiche Erklärung seine Gewissenskonflikte darlegen mußte. Und bei der Musterung dann zu hören bekam, es sei ja “eine Schande”, daß man verweigere. Daß ich mit dem Zivildienst einen anderen Beitrag für die Gesellschaft leisten wollte, war egal.
Ich respektiere andererseits aber jeden, der für sich die Entscheidung trifft, seinen Wehrdienst abzuleisten oder auch eine berufliche Karriere bei der Bundeswehr anzustreben. Denn ich halte sie für wichtig für Deutschland, aus den verschiedensten Gründen. Sie leistet humanitäre Hilfe, hier bei uns wie auch anderswo auf der Welt, sie sichert Friedensabkommen ab, und sie verteidigt uns hoffentlich auch, wenn irgendjemand meinen sollte, uns angreifen zu müssen. Was mich aber nicht daran hindert, mich kritisch mit ihr auseinander zu setzen.
Und Respekt für Deine Courage, ihm Deine Meinung so deutlich entgegen zu schleudern. Vielleicht denkt er ja mal drüber nach.
Unsäglich
Der Demagoge hat ja schon mal zusammengestellt, daß das Interview des Fernsehtalkers Reinhold Beckmann mit der im Irak entführten und inzwischen wieder freigelassenen Geisel Susanne Osthoff in seiner ARD-Show “beckmann” auf ein, naja, geteiltes Echo in der deutschen Presselandschaft gestoßen ist. Ich konnte es mir durchaus vorstellen, hatte die Sendung aber verpaßt.
Gerade läuft eine Wiederholung im hessischen Fernsehen. Leider. Ich habs ausgemacht. Der Mann schlägt sich in seiner Unerträglichkeit nur noch selbst, alle anderen Gegner hat er längst weit hinter sich gelassen.
Bundesregierung, Bagdad, BND
Über das Mitwirken von BND-Agenten in Bagdad während des letzten Irak-Krieges wurde in den vergangenen Tagen viel geschrieben und berichtet. Ob überhaupt und wenn ja, in welchem Maße die Informationen, die der Süddeutschen Zeitung und dem Fernsehmagazin Panorama vorliegen, der Wahrheit entsprechen, wird sich hoffentlich irgendwann zeigen. Spanned ist jedoch, was ein solcher Einsatz an sich überhaupt für ein Licht auf die deutsche Außen- und Sicherheitspolitik und ihre Darstellung und Wahrnehmung nach innen wirft.
Ulrich Speck von der Zeit analysiert in einem Beitrag auf Kosmoblog die Situation und stellt dabei unter anderem fest:
Im Klartext: Für das außen- und sicherheitspolitische Handeln Deutschlands gibt es nur sehr wenig Verständnis und Rückhalt in der deutschen Öffentlichkeit. Weswegen man es allgemein vorzieht, darüber zu schweigen. Das sich das deutsche Elite-Kommando KSK am Hindukusch im Kampfeinsatz befindet, dass deutsche Soldaten weltweit eingesetzt werden und dabei nicht immer nur als lächelnde Aufbauhelfer agieren, dass Deutschland de facto Mit-Besatzungmacht in Afghanistan wie auf dem Balkan ist, wird in der deutschen Öffentlichkeit kaum wahrgenommen. Man könnte auch sagen, es wird ausgeblendet. Es passt einfach nicht in das Bild.
Ein sehr lesenswerter Artikel.
Condi und die Russen
Erik Pfeiffer berichtet von einem Artikel in der russischen Zeitung Pravda (dt.: Wahrheit), der mit folgender Überschrift aufmacht: “Sexuelle Probleme sind Grund für Condoleezza Rice’s anti-russische Haltung”. Im weiteren werden ihre Kinder- und Partnerlosigkeit für ihre negative Einstellung zu Russland verantwortlich gemacht. Urheber des Geschwafels: Wladimir Shirinowski, Führer der Liberal-Demokratischen Partei Russlands. Den Namen hab ich doch schon mal gehört…









