Alle Jahre wieder: Panik und Tote in Mekka

kaoz // 12.01.2006 @ 20:17

Geschichte wiederholt sich, sagt man gemeinhin. Im schlechten Falle bedeutet das dann: ein Unglück passiert erneut. In Mekka, bei der alljährlichen Pilgerfahrt der Muslime, der Hadsch, sind bei einer Massenpanik nach letzten Meldungen 345 Menschen zu Tode getrampelt worden. Damit setzt sich die Folge der schweren Unglücke aus den letzten Jahren fort, da half auch der Einsatz von 60.000 Sicherheitskräften und die zeitliche Entzerrung der Pilgerströme nichts.

[via SpOn]

No Tags
kommentieren // abgelegt in menschen

Herr Fischer bleibt in Berlin

kaoz // 12.01.2006 @ 13:49

Wie auch schon Nico schreibt, will Herr Fischer (der Ex-Außenminister) nicht auswandern, sondern wohnt weiterhin in Berlin. Ob er nicht besser in Frankfurt bleiben sollte, oder vielmehr dorthin zurückkehren, sei mal dahingestellt.

Warum beschäftigt diese Frage überhaupt die Nation? Steht es ihm nicht frei zu entscheiden, was er mit seiner Zeit nun anfängt? Sicherlich, konsequenterweise sollte er sein Bundestagsmandat zurückgeben, wenn er sich entschlösse, sein Leben nicht mehr vorrangig dem politischen Wirken zu widmen, aber das kann er ja immer noch tun, wenn es soweit ist.

Man muss ihm auch nicht vorwerfen, dass er überhaupt zur Wahl angetreten ist, sollte er sich nun zurückziehen. Er hat sein ganzes politisches Gewicht in den Wahlkampf geworfen, um für sich und vor allem für seine Partei das bestmögliche Wahlergebnis und natürlich auch die Möglichkeit zur Fortsetzung der Koalition mit der SPD herauszuholen. Wäre er dabei selbst nicht als Kandidat angetreten, es wäre von vornherein das falsche Signal gewesen. Dass es am Ende nicht gereicht hat, geht bekanntermaßen eher auf die Kappe der Genossen.

Sein Ziel war es natürlich, weiter das Amt des obersten Diplomaten zu bekleiden. Dass er nach sieben Jahren auf der Weltbühne der Politik vielleicht zu müde ist, als einfacher Abgeordneter tätig zu sein, ist nur allzu verständlich. Und wenn er, der mehr als jeder andere Politiker der letzten Jahre in der Welt herumgekommen ist und sich internationale Reputation erarbeitet hat, seinen Ruf und seine Kontakte nun nutzt, um sich spannenden neuen Aufgaben zu stellen, bitte schön.

Auch Gerhard Schröder hat sich unspektakulär aus dem Bundestag verabschiedet, nicht klammheimlich, nur ohne besondere Aufregung. Dass er sich nun gerade eine neue Aufgabe gesucht hat, die auf geteilte Meinungen stößt, hat damit nichts zu tun, das kam später. Und ebenso Edmund Stoiber, der reumütig nach Bayern zurückgekehrt ist.

Oder bewegt diese Frage am Ende gar nicht die Nation, sondern nur deren selbsterklärte Vordenkerschreiber in Form von Bild-Redakteuren?

No Tags
kommentieren // abgelegt in menschen, medien